Am Nordmarkt in Dortmund entsteht auf einem stark begrenzten Innenstadtgrundstück ein kompakter Bildungscampus aus vierzügiger Grundschule, Zweifeld-Sporthalle und Tageseinrichtung für Kinder. Das fünfgeschossige Schulgebäude orientiert sich entlang der öffentlichen Platzfläche und schließt rückseitig an die historische Blockrandbebauung an. Aufgrund der räumlichen Enge wird die Sporthalle als aufgeständertes Volumen im ersten Obergeschoss über einem Sockel aus Massivbau realisiert.
Der Schulbau folgt einem skelettartigen Holzbauprinzip: Geschossweise geführte Holzstützen und Brettschichtholz-Rippendecken ermöglichen stützenfreie Clusterflächen und eine hohe Flexibilität. In den Flurzonen werden flache Vollholzdecken eingesetzt; deren geringere Konstruktionshöhe dient der gezielten Führung der Haupttrassen für Heizung, Lüftung und Elektro. Die Dachdecke über dem begrünten Schulhof ist als Holz-Beton-Hybridkonstruktion ausgebildet, um die hohen schallschutztechnischen Anforderungen der darunterliegenden Unterrichtsräume zu erfüllen.
Die Gebäudetechnik ist konsequent in das Tragkonzept integriert. Eine zentrale, alle Geschosse durchlaufende Erschließungs- und Technikspange verbindet Schule und Sporthalle und bündelt vertikale Versorgungsschächte sowie Haustechnikräume. Die Hauptluftkanäle der mechanischen Lüftung mit Wärmerückgewinnung verlaufen unter den Flurdecken und werden in den Unterrichtsräumen zwischen den Deckenrippen verteilt, während die Wärmeversorgung über Fußbodenaufbauten in den Räumen geführt wird. Die Lüftungszentrale ist auf mehrere Technikräume in den Obergeschossen verteilt, um Kanallängen und Energiebedarf zu minimieren. Die Steuerung aller gewerkübergreifenden Systeme erfolgt über eine zentrale Gebäudeautomation, die Heizung, Lüftung und Beleuchtung als vernetztes Gesamtsystem führt.
Durch die präzise Abstimmung von Tragwerk und technischer Infrastruktur entsteht ein funktional dichtes, räumlich offenes Schulgebäude, das hohe pädagogische Flexibilität mit einer effizienten, ressourcenschonenden Betriebsweise verbindet.
Koordinationsmodell
Rohbau-Modell mit integrierten Haustechnik-Systemen
Die Hauptluftkanäle der mechanischen Lüftung mit Wärmerückgewinnung verlaufen unter den Flurdecken
Architektur-Modell
Eine zentrale, alle Geschosse durchlaufende Erschließungs- und Technikspange verbindet Schule und Sporthalle und bündelt vertikale Versorgungsschächte sowie Haustechnikräume
Automatische regelbasierte Prüfung
Aufbereitung von offenen Geodaten zu 2D- und 3D-Projektunterlagen
Modellierung der Umgebung und bestehender Gebäude auf der Grundlage einer mit Laserscanning erfassten Punktwolke