Ein Baukörper am Hang, Präsenz und Bereitschaft. Eingebettet in die Topografie des Ortes, antwortet die Architektur auf die funktionalen Notwendigkeiten und die Gegebenheiten des Geländes mit einer klaren Geste. Der Entwurf staffelt die Volumen entlang der Kontur; ein massiver Sockel verankert das Gebäude im Terrain, während sich darüber leichtere Strukturen für Gemeinschaft und Verwaltung entfalten. Die Organisation folgt einer präzisen Logik, die operative Effizienz im Erdgeschoss – dem Ort der unmittelbaren Aktion – von den ruhigeren Zonen im Obergeschoss trennt. Bewegung durch das Haus wird zu einer Sequenz von Schwellen, die zwischen Konzentration und Austausch vermitteln. Materialität unterstreicht diese Gliederung: robuste Oberflächen definieren die Basis, während Holz und gezielt gesetzte Öffnungen im oberen Teil Licht lenken und den Bezug zur Umgebung herstellen. Es entsteht ein Ort, der seiner Aufgabe dient und zugleich sensibel auf seinen Kontext reagiert – ein stiller Dialog zwischen Zweck und Landschaft.
K2O team: Thorsten Nolte, Dominik Oberthür, Michael Brützel, Nikolai Alantev