Gleis und Glas

Hallen für das Verkehrsmuseum in Frankfurt am Main

2024 - 2026

LPH 1 - 8

BGF 2.300 m²

Umgeben von Gleisen, im Herzen der Schwanheimer Wendeschleife, schreibt sich ein neues Kapitel für das Verkehrsmuseum fort. Wo einst eine marode Wagenhalle dem Verfall preisgegeben war, entfaltet sich nun eine neue Struktur im Dialog mit dem denkmalgeschützten Stationshaus und der erhaltenen Osthalle.

Die neue Westhalle greift die Typologie der klassischen, dreischiffigen Industriehalle auf, löst diese jedoch im Inneren auf zu Gunsten der musealen Erfahrung. Emporen und Stege spannen sich durch den hohen Luftraum, lenken den Blick, schaffen unerwartete Nähe und betrachtende Distanz zu den monumentalen Exponaten am Boden. Vorhandene Schienen führen hinein, verankern die Fahrzeuge nicht nur physisch, sondern auch in Erzählinseln ihrer Zeit. Der behutsam erweiterten Osthalle, die als ruhiges Schaulager dient, antwortet so die dynamische Raumstruktur des Neubaus.

Die Konstruktion aus Stahl tritt klar hervor, ein präzises Gerüst für Hülle und Inhalt. Leichte Fassadenpaneele wechseln mit transparenten Feldern, die gefiltertes Licht tief in die Halle werfen und gezielte Ausblicke in die umgebende Gleislandschaft freigeben. Es entsteht ein Ort des Übergangs – zwischen Alt und Neu, zwischen industrieller Rohheit und kuratierter Präsentation, zwischen der erfahrbaren Geschichte der Mobilität und ihrer zeitgenössischen Interpretation in Architektur.

K2O team: Thorsten Nolte, Nikolai Alantev